Produktion

Als eine der größten Sportketten Skandinaviens tragen wir eine hohe Verantwortung dafür, dass die von uns angebotenen Produkte unter menschenwürdigen Bedingungen produziert werden und nur Materialien enthalten, die sich nicht negativ auf unsere Gesellschaft auswirken. Das gilt sowohl für unsere Eigenmarken als auch für die Marken externer Lieferanten. Da wir ein auf den Sport ausgerichtetes Unternehmen sind, bieten sich Parallelen zur Welt des Sportes an: Wir halten uns an die Regeln und spielen ein faires Spiel. Das fordern wir auch von unseren Partnern.

Verhaltenskodex

Da wir keine eigenen Produktionsanlagen besitzen, ist es wichtig, Faktoren wie Arbeitsbedingungen, Brandschutz, Menschenrechte, Löhne, gewerkschaftliche Organisationsfreiheit, Einsatz von Chemikalien usw. in Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern zu regeln.

Mithilfe unseres Verhaltenskodex (Code of Conduct) und verschiedener Checklisten, die bei unseren Kontrollen Anwendung finden, sind wir dabei bereits ein gutes Stück vorangekommen. Unser Verhaltenskodex basiert u. a. auf den ILO-Übereinkommen zu Arbeitsbedingungen und anderen Arbeitnehmerrechten sowie auf der UN-Kinderrechtskonvention. Darüber hinaus nutzen wir für die Festlegung der in der Produktion zulässigen bzw. verbotenen Chemikalien auch die Richtlinien der schwedischen Branchenorganisation der Textilimporteure.

Global gesehen ist Stadium ein recht kleiner Akteur. Dennoch sind wir in unserer Arbeit bezüglich dieser wichtigen Fragen bereits ein gutes Stück vorangekommen und werden auch weiterhin zielgerichtet und langfristig daran arbeiten.

Die Hauptpunkte des Verhaltenskodex

1. Ein gutes Arbeitsumfeld
Wir streben in den Fabriken, in denen unsere Produkte hergestellt werden, ein gutes Arbeitsumfeld an. Die Räumlichkeiten müssen sauber sein und ein hohes Brandschutzniveau sowie deutlich gekennzeichnete Notausgänge aufweisen. Es müssen hygienische Toiletten, eine gute Arbeitsbeleuchtung sowie die für die jeweiligen Arbeitsaufgaben erforderliche Schutzausrüstung vorhanden sein

2. Faire Arbeitsbedingungen
Alle in der Fabrik Beschäftigten müssen für ihre Arbeit eine angemessene Bezahlung erhalten. Die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitszeiten sind einzuhalten und Überstunden nach dem Arbeitsgesetz oder der Branchennorm abzugelten. Frauen ist der gesetzlich festgelegte Mutterschutz zu gewähren. Diskriminierung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität, Religion, Alter, Schwangerschaft oder Familienstand ist nicht zulässig. Niemand darf zu Zwangs- oder Pflichtarbeit genötigt werden.

3. Einsatz von Chemikalien in der Produktion
In einem gesonderten Anhang zu unseren Verträgen wird festgelegt, welche Chemikalien oder Stoffe nicht in der Produktion verwendet werden dürfen. Unser Ziel ist es, Stoffe und Chemikalien zu eliminieren, die Hautreizungen oder Allergien verursachen können oder krebserregend oder umweltschädlich sind. Zu den verbotenen Stoffen gehören u. a. bestimmte Farbstoffe, Chrom VI, PCP, Fluorkohlenwasserstoffe, bestimmte Phthalate, bromierte Flammenschutzmittel sowie Kadmium, Blei und Quecksilber.

4. Ablehnung von Kinderarbeit
Die von uns akzeptierte niedrigste Altersgrenze für die Mitarbeiter bei unseren Zulieferern beträgt 15 Jahre. In einigen Ländern sind 14 Jahre gesetzlich zulässig, während in anderen Ländern die Altersgrenze bei 16 Jahren liegt. Natürlich richten wir uns nach den jeweils geltenden lokalen gesetzlichen Bestimmungen, sofern das ILO-Übereinkommen 138 eingehalten wird. Wir fordern außerdem ein Nachtarbeitsverbot für Jugendliche unter 18 Jahre und eine Begrenzung ihrer Überstundenarbeit. Die ILO ist ein UN-Organ, in dem Vertreter von Regierungen sowie von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen gemeinsam Richtlinien für die Arbeits- und Lebensbedingungen auf der ganzen Welt erarbeiten.

5. Gewerkschaftliche Organisationsfreiheit
Die in den Fabriken Beschäftigten müssen das Recht erhalten, sich gemäß den ILO-Übereinkommen nach eigenem Ermessen gewerkschaftlich zu organisieren.

6. Kontrollen
Stadium ist berechtigt, in den Fabriken angemeldete und unangemeldete Kontrollen durchzuführen. Werden in einer Fabrik die vertraglichen Bestimmungen nicht eingehalten, versuchen wir sie in erster Linie bei der Beseitigung der Missstände innerhalb einer bestimmten Zeit zu unterstützen. Sollte das nicht gelingen oder kommt es zu wiederholten Vertragsverletzungen, kündigen wir die Zusammenarbeit. Wir streben eine langfristige Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern an. Darum ist es für uns besonders wichtig, sie bei der Verbesserung von Missständen zu unterstützen und entsprechende Forderungen zu stellen. Gegenwärtig haben wir eine gute Kontrolle über unsere Hauptlieferanten, haben jedoch noch ein gutes Stück Arbeit vor uns, was die Kontrolle von deren Zulieferern betrifft.